Eine First Class, die keine ist….

Eigentlich wollen wir in unserem Blog ja nur Trip-Reports aus der First und Business Class posten. Wie behandelt man in diesem Zusammenhang dann die inneramerikanische First Class? Für eine Erwähnung hier spricht die Tatsache, dass American Airlines (die anderen amerikanischen Airlines sind diesbezüglich jedoch auch nicht besser) das Produkt mit dem Namen First Class versieht. Für den Oneway von Los Angeles nach Kahului werden auch bis zu 2.800 Dollar verlangt. Natürlich zahlt Preis kein Mensch diesen Preis, die Kabine ist voll mit Statuskunden die upgegradet worden sind, Passagiere die Meilen für Ihren (amerikanischen) Traumurlaub eingelöst haben und dann noch vier Figuren aus dem beschauliche Allgäu, die einen billigen Tarif von Dublin nach Hawaii geschossen haben…

Die American Airlines Flüge nach Hawaii verlassen Los Angeles vom Terminal 4 aus, hier gibt es auch einen eigenen Premium Check-In Bereich. Und für noch mehr Premium gibt es den sogenannten Flagship Check-In Bereich. Aus irgendeinen Grund, der sich mir nicht erschlossen hat, wurden wir von einer freundlichen Dame dorthin geführt, die uns die Boardingpässe ausgestellt hat.

Flagship Check-In Los Angeles Terminal 4

Flagship Check-In Los Angeles Terminal 4

 

Die Loungesituation im Terminal 4 ist einfach zu durchschauen. Es gibt einen Admirals Club, den man benutzen darf, wenn der First Class Flug im Rahmen eines internationalen Business Class Tickets stattfindet oder man den Sapphire Status der oneworld-Allianz besitzt. Und es gibt die Flagship Lounge (gut versteckt hinter einer unbeschrifteten Tür), die man als oneworld Emerald Member frequentieren darf.
In diesem Zusammenhang eine unglaubliche Tatsache: Wer keinen Status hat und „nur“ das 2.800 Dollar Oneway First Class Ticket von Los Angeles nach Hawaii in seinen Händen hält, der fühlt sich wie ein Hund vorm Supermarkt – er muss draussen bleiben.

 

Admirals Club - schöne Aussicht auf das Geschehen..

Admirals Club – schöne Aussicht auf das Geschehen..

 

So sitzt man im Admirals Club.

So sitzt man im Admirals Club.

 

Die Bar im Admirals Club.

Die Bar im Admirals Club.

Das Angebot an Speisen im Admirals Club ist durchaus als jämmerlich zu bezeichnen. Auch die Getränkesituation ist analog zu den meisten amerikanische Airport-Lounges: Wasser, Tee, Kaffee und Softdrinks sind kostenlos an der Bar erhältlich, alles andere muss man bezahlen und zwar richtig teuer. Als Inhaber eines internationalen Business Class Tickets erhält man jedoch beim Eintritt in die Lounge 2 Getränkevoucher pro Nase. Falls man diese nicht in Alkohol umwandeln möchte, gibt es zwei Möglichkeiten: Man erfreut andere Loungebesucher damit oder löst diese gegen Wasser bzw Softdrinkflaschen zum mitnehmen ein. Sehr praktisch..

Als Emerald Member erhält man beim Einchecken aber auch noch etwas ganz Besonderes, nämlich eine weisse Plastikkarte. Und wenn man dann noch die versteckte Tür zur Flagship-Lounge findet, diese mittels der Karte öffnet und kurz beim Schalterpersonal vorstellig wird, schaut alles plötzlich sehr viel besser aus. Man hat ein vernünftiges Frühstücksbüffet und eine große Auswahl an Getränken aller Art. Alles kostenlos, qualitativ hochwertig und zur Selbstbedienung freigegeben. Zudem eine schöne Aussicht auf diverse Flugzeuge und deutlich mehr Ruhe als im Admirals Club.

Flagship Lounge - viel Glas, viel Aussicht.

Flagship Lounge – viel Glas, viel Aussicht.

So schaut es in der Flagship Lounge aus.

So schaut es in der Flagship Lounge aus.

 

Frühstück in der Flagship Lounge.

Frühstück in der Flagship Lounge.

Büffet in der Flagship Lounge.

Büffet in der Flagship Lounge.

Flagship Lounge - gegen den Durst.

Flagship Lounge – gegen den Durst.

Die geheime Geheimtür zur Flagship Lounge.

Die geheime Geheimtür zur Flagship Lounge.

Wer sich näher für die Loungesituation im Terminal 4 interessiert, dem sei www.loungeguide.net empfohlen. Hier habe ich viele Fotos hochgeladen und hochqualifizierte Bewertungen verfasst.

Damit man auf dem Weg zum Gate nicht verhungert, hat American eine Schale mit Wegzehrung am Front-Desk aufgestellt – hier die visuelle Dokumentation:

 

Zum Taschen vollmachen...

Zum Taschen vollmachen…

Es gab ein Priority Boarding, das ist immer angenehm. Unser Fluggerät war eine alte, und zwar richtig alte, Boeing 757. Der Sitz und die gesamte Kabine waren in einem bemitleidenswerten Zustand. Sitzabstand und Sitzbreite waren ok, und der fehlende Neigungswinkel stört bei einem Tagflug nicht weiter. Sehr schön ist die Tatsache, dass man Zeit zum Lesen hat und nicht durch einen Bildschirm am Platz abgelenkt wird. Es gibt jedoch einen Monitor an der Decke auf dem ein Spielfilm gezeigt wurde, zu diesem Zweck erhält man Ohrstöpsel. Auch einige Musikkanäle stehen zur Auswahl.

First Class Sitz...

First Class Sitz…

 

First Class Kabine..

First Class Kabine..

 

First Class Welcome Prossecco...

First Class Welcome Prosecco…

 

Nach dem stilvoll servierten Welcome Drink war die Erwartungshaltung bezüglich der Verpflegung an Bord natürlich sehr hoch… Und jetzt muss man mal etwas wirklich Positives sagen: Das Essen war nicht schlecht, es wurden fortwährend Getränke, und zwar im Glas, angeboten und für den Hunger zwischendurch gab es eine kleine Snackauswahl in der Galley.

 

Warmes Frühstück.

Warmes Frühstück.

 

Warme Nüsse.

Warme Nüsse.

 

Der Service war freundlich und aufmerksam, Start und Landung erfolgten pünktlich, Gepäck ging nicht verloren.

Wer noch mehr Fotos vom Flug sehen möchte, klicke bitte hier.

 

Fazit: American hat uns gut nach Hawaii gebracht; als Tagflug ist es durchaus ok gewesen. Mit First Class hat das Ganze aber nichts zu tun.

 

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