Es läuft nicht immer nach Plan….

Vor kurzem bin ich mit Lufthansa von Oslo nach Frankfurt geflogen. Eigentlich nicht berichtenswert, aber zum einen war es mein erster Flug im neuen A320neo, und zum anderen hatten wir einen medizinischen Notfall im Flieger, der eine Zwischenlandung in Hamburg erforderlich machte.

Und da habe ich mir gedacht, ich könnte mal einen Artikel über ein paar Zwischenfälle schreiben, die ich so im Lauf der Jahre an Bord erlebt habe.

Fangen wir also mit der aktuellen Geschichte an:

Auf dem Weg von Oslo nach Frankfurt hatte ein Passagier gesundheitliche Probleme, die es erforderlich machten, so schnell wie möglich den nächsten Flughafen anzusteuern. Also im Sturzflug nach Hamburg und dann etwas schneller als sonst üblich zur Parkposition gerollt. Hier ein paar Eindrücke mit Kabinenansagen:

 

Die Ärzte wurden übrigens, sehr anständige Geste der Crew, für den Weiterflug in die Business Class upgegradet.

Insgesamt hatten wir bei Ankunft in Frankfurt nur ca. 30 Minuten Verspätung – das war ok, da unser Weiterflug nach Seattle sowieso erst am nächsten Tag stattfand.

Genauer gesagt nicht stattfand.

Ganz genau gesagt: stattfand, aber ohne uns.

Weil nämlich das Terminal evakuiert wurde, und das Flugzeug dann leer geflogen ist.

Alle raus aus der Lounge..

Alle raus aus der Lounge..

Alle raus aus dem Terminal

Alle raus aus dem Terminal

Viele Menschen

Viele Menschen

Noch mehr Menschen

Noch mehr Menschen

Weil auf absehbare Zeit kein Flug vom Terminal A/Z starten würde, so erzählte man uns zumindest, haben wir uns zum Terminal B begeben, um dort der weiteren Entwicklung zu harren. Und da wir ja Zeit hatten, konnte ich die örtlichen Lounges erkundigen, und kann jetzt eine sehr relevante Feststellung treffen, und zwar für alle Passagiere, die mit einer Zugangsberechtigung zu einer Lufthansa Lounge versehen sind:

Gehen Sie nicht dorthin!!

Begehren Sie stattdessen Einlass in der Air Canada Maple Leaf Lounge. Ausführlicher Beitrag über diesen wunderbaren Ort mit vielen Fotos folgt demnächst….

Als klar war, dass die Maschine leer nach Seattle abgedampft ist, bin ich zum Ticketschalter gesprungen, bevor die anderen Fluggäste dieses Übel realisiert hatten. Immerhin wurden wir, im Gegensatz zum Großteil der anderen Passagiere, auf eine spätere Verbindung am gleichen Tag über Chicago umgebucht. In Seattle sind wir dann mit mehr als 12 Stunden Verspätung angekommen. Das hört sich zwar erstmal nach viel an, ist aber nichts im Vergleich zu unserem Gepäck, mit dem wir erst nach 5 Tagen wiedervereinigt wurden. Und das ist wirklich eine erzählenswerte Story über menschliche Dummheit und Gleichgültigkeit, die einen Extra-Beitrag verdient und auch bekommt. Aber erst wenn der Vorgang mit United aufgearbeitet ist….

Jetzt aber wieder zum eigentlichen Thema: Aussergewöhnliche Erlebnisse an Bord.

Im Juni 2011 hockten wir relaxt in unserem Flieger von New York nach München und genossen die Beschleunigung auf der Startbahn. Die aber kurz vor dem Abheben abrupt endete, als eine Egyptair Maschine sich aufmachte unseren Weg dort zu kreuzen.

Hier ein Beitrag aus den Nachrichten:

Leider war ich auf diesem Flug zu müde, den Start zu filmen; danach war ich dann aber wieder wach und habe wenigstens ein paar Eindrücke aus der Kabine sowie die Ansagen des Kapitäns (der uns immer ausführlich informierte) filmisch verewigt:

Einem weiteren Startabbruch durften wir vor vielen Jahren in London Heathrow beiwohnen. Der hat sich damals wirklich gelohnt, denn zum einen konnten wir nochmal für zwei Stunden in die Lounge bis eine Ersatzmaschine bereitgestellt wurde, zum anderen hatte es dann der Pilot auf dem zweiten Flug so eilig, dass wir einen neuen Rekord für die schnellste Transatlantiküberquerung in westlicher Richtung aufgestellt haben. Und weil ich durch die Verspätung einen „wichtigen Termin“ versäumt habe, hat British Airways noch eine grosszügige Entschädigung gezahlt. Hier unser missglückter Startversuch:

Und dann gab es noch mehrere Startabbrüche bzw. Durchstartmanöver, die ich aber nicht dokumentiert habe.

Zum Glück also bis heute keine dramatischen Dinge.

Am schlimmsten ist es eigentlich immer, wenn man mal stärkere Turbulenzen während des Fluges durchleben muss. Natürlich weiß ich, dass es ungefährlich ist und habe auch keine Angst – aber es wird einem schon bewusst, dass man in gewisser Weise ausgeliefert ist.

Und trotzdem kann ich es immer kaum erwarten, den nächsten Flug anzutreten…

Haben Sie schon mal Zwischenfälle an Bord erlebt ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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