Urlaub ohne Gepäck dank United Airlines…

Es passiert leider immer mal wieder, daß unser Gepäck nicht mitkommt – da regt man sich ja nicht mehr auf. Aber was United bei unserem Trip nach Seattle abgeliefert hat, ist schon einen Blogbeitrag wert.

Hier die Story in Kurzform:

Statt nonstop mit Lufthansa nach Seattle ging es für uns erstmal mit LH nach Chicago, und dann weiter mit United. Schon in Chicago war klar, daß unser Gepäck in Frankfurt liegengeblieben war; wir sollten uns nach Ankunft in Seattle am United Baggage Schalter einfinden und dort Meldung machen.

Also ab in den Bundesstaat Washington:

Chicago Airport

Chicago Airport

United Club in Chicago am Gate C16

United Club in Chicago am Gate C16

Unser Flugzeug

Unser Flugzeug

Sitzansicht

Sitzansicht

Welcome Drink

Welcome Drink

Am United Lost Baggage Desk war eine lange Schlange, am Schalter selbst waren nur drei Damen, von denen sich eine ziemlich schnell in den Feierabend verabschiedet hat. So mussten wir ca. eine Stunde warten bis wir drankamen – nicht so toll, weil es ja schon nach Mitternacht war (nach deutscher Zeit sogar noch 9 Stunden später).

Es wurde dann ein Delayed Baggage Report angelegt. Die United Mitarbeiterin war, gelinde gesagt, sehr unfreundlich und genervt.

Besonders verärgert hat sie die Tatsache, daß wir jede Nacht in einem anderen Hotel waren, und sie deshalb 5 verschiedene Adressen mit den jeweiligen Übernachtungsdaten aufnehmen musste.

Es gab keinerlei Vorabkompensation, aber für jedes Familienmitglied eine Tüte mit den notwendigsten Utensilien.

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Nach dieser negativen Erfahrung sind wir dann zum Hotel gefahren und todmüde in`s Bett gefallen.

Endlich im Hotel...

Endlich im Hotel…

Auf dem Delayed Baggage Report gab es eine Internetadresse, auf der man den Status verfolgen kann; war aber nicht sehr hilfreich da dort immer nur stand, daß der Vorgang in Bearbeitung sei. Alternativ wurde eine Telefonnummer angegeben, bei der man erst ein Computermenü durchlaufen musste, und dann in einer Warteschleife landete, die nach 15 Minuten mit einem Besetzt-Zeichen beendet wurde. Unglaublich !

Nach 3 Tagen dann die Meldung, daß unser Gepäck in Seattle angekommen sei, und demnächst ausgeliefert wird. Diese Auslieferung sei auf der Website wheresmysuitcase.com zu verfolgen.

Draufgeklickt, und mit Erschrecken festgestellt, daß als Zustelladresse noch das erste Hotel angegeben war. Und mit Erleichterung festgestellt, daß man diese ändern kann, solange das Gepäck noch nicht an den Fahrer übergeben wurde. Gleich gemacht, und auch eine Bestätigung über die Adressänderung bekommen. Als weiteren Sicherheitspuffer habe ich die Option, daß das Gepäck an der Rezeption abgegeben werden kann, nicht aktiviert, so daß nur eine persönliche Übergabe an uns möglich war. Zumindest theoretisch.

Nach ein paar Stunden nochmal auf die Website geschaut. Dort stand jetzt der Name des Fahrers mit Handynummer (hat nicht geantwortet), und daß das Gepäck demnächst an ihn übergeben würde. Man konnte auch eine Nachricht an ihn mailen. Dies habe ich zur Sicherheit auch noch gemacht, damit er definitiv das richtige Hotel anfährt. Und noch die Rezeption informiert, daß heute Nacht unser Gepäck kommt.

Der Schock am nächsten Morgen: Kein Anruf der Rezeption und kein Gepäck da. Beim Hotel der ersten Nacht angerufen und tatsächlich: United hat dorthin geliefert und an die Rezeption ausgehändigt trotz Vereinbarung einer persönlichen Übergabe. Und die Rezeption dort hatte es auch noch angenommen, obwohl wir dort schon vor 2 Tagen ausgecheckt hatten.

Weitere Anrufe bei United haben dazu geführt, daß ich irgendwann endlich mal einen netten und kompetenten Mitarbeiter erwischt habe, der sich um alles gekümmert hat. Das Gepäck wurde dann umgehend am falschen Hotel abgeholt, und war zwei Tage später bei uns. Nach 5 Tagen!! Zwei Tage vor dem Heimflug!!

Da wir ja doch einige Dinge kaufen mussten, habe ich dann nach unserer Rückkehr bei United einen Antrag auf Kompensation gestellt, und diesen zusammen mit etlichen Dokumenten (Passkopien, Boardingpässen Gepäckabschnitte, Kreditkartenabrechnungen etc) an United gemailt.

Es kam eine automatisierte Antwort, daß man sich innerhalb von 4 – 6 Wochen melden würde.

Nach 9 Wochen dann ein Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, daß man zur weiteren Bearbeitung meine Bankverbindung bräuchte. Die angegebene Faxnummer funktionierte aber nicht; eine E-Mail Adresse war nicht vorhanden.

Also die Daten per Brief vor einem Monat nach Houston geschickt.

Und seitdem nichts mehr gehört.

Fazit: Gepäck kann verloren gehen. Aber als Airline sollte man dann für zügige Zustellung und Kompensation sorgen. Die Unfähigkeit von United hat unseren Urlaub doch etwas beeinträchtigt, besonders wenn ich an den ganzen Ärger und die vielen sinnlosen Stunden am Telefon zurückdenke. Und auch der Versuch die notwendigen Ausgaben ersetzt zu bekommen war bisher nicht erfolgreich, und hat viel Zeit gekostet.

Aber Washington und Oregon sind sensationell schöne Staaten!

 

 

 

 

 

 

 

 

2 comments

  • Finde diesen Beitrag nicht ganz fair! Du hättest auch bei LH/Frankfurt/Fraport anfangen können!

    Wer hat den hier den Fehler gemacht? Und wer musste ihn ausbaden! Als es bei mir mal ungekehrt war, hat LH keinen Finger gekrümmt!

    • Hatte ja geschrieben daß LH schuld war. Aber mein Ansprechpartner war United, und die haben ziemlich versagt. Hatte auch mit Lufthansa telefoniert, die hatten nicht mal Zugriff auf den Vorgang und konnten deshalb nichts machen.

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