Was soll man von der British Airways Business Class halten ?

Nachdem wir den Weg von London nach Los Angeles in der neuen Business Class von American Airlines (zum Tripreport bitte hier klicken) genießen durften, fiel unsere Wahl für den Rückflug auf British Airways. Warum, werden Sie sich nun fragen.

Zum einen hat uns die Abflugzeit am Besten gepasst, zum anderen fliegt BA diese Strecke mit der A380 – und das ist ja immer etwas Schönes. Und vor allem departiert der Flug vom International Terminal in LAX, in dem die Lounges deutlich erquicklicher ist als im Terminal 4 der American Airlines (Meine Beschreibung der AA Lounges hier, falls es jemanden interessiert).

Betrachten wir also mal die Oneworld-Loungesituation in besagtem Tom Bradley International Terminal, auch bekannt als Terminal 5.

Als Inhaber eines Business Class Tickets steht man vor nachfolgendem Eingang:

Oneworld Business Lounge

Oneworld Business Lounge

Nach Erledigung der Zugangsformalitäten erwartete uns eine ziemlich große, aber auch ziemlich dunkle und gut gefüllte Lounge, die um ein Atrium mit einem Kunstwerk herumgebaut ist.

Die vielen Gäste habe sich aber nur in wenigen Bereichen konzentriert, vorzugsweise in der Nähe des Büffets und der Bar. Je weiter man sich von diesen Stätten entfernte, desto ruhiger wurde es. Die Einrichtung selbst ist ziemlich nett und neu, und schaut folgendermaßen aus:

Künstliches Feuer

Künstliches Feuer

Barbereich

Barbereich

Sitzbereich mit Blick auf das Atrium.

Sitzbereich mit Blick auf das Atrium.

Restaurantbereich

Restaurantbereich

Noch mehr Sitzgelegenheiten.

Noch mehr Sitzgelegenheiten.

Ein letztes Sitzgelegenheitenfoto...

Ein letztes Sitzgelegenheitenfoto…

Business Center mit Arbeitsgeräten.

Business Center mit Arbeitsgeräten.

Vom Thema Sitzen geht es jetzt nahtlos zum Thema Essen.

Die Lounge bietet ein halbwegs ok bestücktes Büffet mit mehreren warmen Gerichten. Man wird definitiv satt. Auch kreative Frauen werden ihren Spass haben, es gibt nämlich eine Gerätschaft, bei der man oben Obst und/oder Gemüse reinstopft und unten ein Saft rauskommt.

Oliven für den Verzehr.

Oliven für den Verzehr.

Bunte Salatauswahl.

Bunte Salatauswahl.

Bunte Obstauswahl.

Bunte Obstauswahl.

Create your own juice...

Create your own juice…

Das Büffet in seiner Gesamtheit.

Das Büffet in seiner Gesamtheit.

Und jetzt zu den Getränken. Über die Lounge verteilt gibt es einige Selbstbedienungs-Stationen mit einer Auswahl an warmen Flüssigkeiten und kalten Softdrinks. Wer Alkohol möchte begebe sich zur Bar, an der man diesen auf freundliche Anfrage hin ausschenkt. Es gibt Wein und Bier, aber keinen Champagner!

Die Bar.

Die Bar.

Immer genug da...

Immer genug da…

Der fehlende Champagner hat uns, also ehrlicherweise nur mich, dazu bewogen einen Lokalitätswechsel durchzuführen. Frau und Sohn hatten kein Verständnis, aber wenigstens meine Tochter hat mit mir die Lounge verlassen und sich auf den fast 50 Meter langen Weg zu einer weiteren Lounge zu machen. Und zwar zur Qantas First Lounge, die sich bereit erklärt Oneworld-Emerald Mitglieder temporär aufzunehmen.

Qantas First Lounge

Qantas First Lounge

Hier ist das Ambiente etwas anders als in der Business Lounge. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sicherlich eine der besten Lounges in den USA, evtl. sogar weltweit. Hier ein paar Bilder die einen Eindruck vermitteln, eine ausführliche Bewertung mit ganz vielen Fotos habe ich auf www.loungeguide.net gemacht.

Luxuriöse Lounge...

Luxuriöse Lounge…

Alles sehr hochwertig; und ganz wenig Gäste...

Alles sehr hochwertig und ganz wenig Gäste

Sehr gut bestückte Bar.

Sehr gut bestückte Bar…

und Champagner !!

.. und Champagner !!

Irgendwann ist der schönste Loungeaufenthalt vorbei, und 75% der Familie sind zum Gate gegangen, der Rest ist gerollt.

Auf dem Weg zum Gate..

Auf dem Weg zum Gate..

Dort wartete bereits ein A380 in den Farben von British Airways auf uns.

Unser Flugzeug.

Unser Flugzeug.

Für das Upper Deck, in dem sich die Business Class befindet, gibt es einen eigenen Flugsteig. An Bord erwartete uns dann ein Produkt über das man durchaus geteilter Meinung sein kann. Die Kabine ist voll gestellt mit Käfigen die ineinander verschachtelt sind. Kein Vergleich zu der Business von American auf dem Hinflug, die ja einen sehr großzügigen Eindruck vermittelt hat. Der Sitz selbst ist in Ordnung, wobei ich unbedingt einen Fensterplatz empfehle.
Nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch wegen der vielen Ablagemöglichkeiten, die es auf den anderen Plätzen nicht gibt. Allerdings fliegt man am Fenster rückwärts und man muss jedes mal über einen anderen Passagier drübersteigen, wenn man mal raus muss. Der direkte Nachbar fliegt in der richtigen Richtung, so dass man face to face sitzt, wenn die Trennwand nicht oben ist. Innerhalb der Familie kein Problem, als Einzelreisender evtl. nicht ganz so toll. Das Gestühl selbst ist leicht zu bedienen und bietet viel Platz, auch in der Schlafposition ist es ok.

Der Business Class Sitz von BA.

Der Business Class Sitz von BA.

Und nochmal von vorne.

Und nochmal von vorne.

 

Rückwärts fliegen, aber dafür mit Aussicht und vielen Ablagemöglichkeiten.

Rückwärts fliegen, aber dafür mit Aussicht und vielen Ablagemöglichkeiten.

Fernbedienung

Fernbedienung

Amenity Kit mit Inhalt

Amenity Kit mit Inhalt

Riesige Toilettenräumlichkeiten.

Riesige Toilettenräumlichkeiten.

Sehr viel Platz.

Sehr viel Platz.

Flüssigkeiten

Flüssigkeiten

Unbedingt empfehlenswert ist ein Platz im vorderen Teil der Business Class, denn nur hier sind die Bathrooms so riesig wie oben abgebildet. Leider war eine Toilette auf unserem Flug „out of order“, so dass es immer zu Wartezeiten kam… Wir haben es aber überlebt.

Das Entertainment System ist einfach zu bedienen, der Bildschirm und die Kopfhörer sind von guter Qualität. Selbiges gilt auch für die reichhaltige Auswahl an Filmen und Musik. Und es gibt natürlich eine Airshow.

Airshow

Airshow

 

Das kulinarische Angebot war in Ordnung, im Gegensatz zur American auf dem Hinflug gab es auch reichlich Champagner.

Champagner und Amenity Kit

Champagner und Amenity Kit

Kir Royale und abgepackte Nüsse

Kir Royale und abgepackte Nüsse

Als Vorspeise gab es Smoked Salmaon Tartare with fresh herb and Chardonnay Vinaigrette sowie Salat

Als Vorspeise gab es Smoked Salmon Tartare with fresh herb and Chardonnay Vinaigrette sowie Salat

Pan-roated fillet of Midwest Beef with heirloom potatoes, Swiss chard, shallot confit and demi-glace

Pan-roasted filet of Midwest Beef with heirloom potatoes, Swiss chard, shallot confit and demi-Glace

Seared fillet of Scottish salmon with wild Rice, Baby Squash and Ratatouille coulis

Seared fillet of Scottish salmon with wild Rice, Baby Squash and Ratatouille coulis

Chocolare raspbery mogador

Chocolate raspberry mogador

Die Namen der obigen Gerichte habe ich einfach mal aus der Speisekarte abgeschrieben. Nach dem Dinner gab es noch einen Sonnenuntergang.

Dunkel wird's..

Dunkel wird’s..

Nachts konnte man schlafen oder in die Galley gehen, wo einen die sogenannte Club Kitchen erwartet hat.

Club Kitchen

Club Kitchen

Da war die Snack Bar von American auf dem Hinflug aber eine ganz andere Hausnummer…

Wie immer ging dann am Morgen die Sonne auf und hat ein warmes Licht in die Kabine verströmt.

 

Darum sitze ich immer am Fenster...

Darum sitze ich immer am Fenster…

Frühstück gab`s natürlich auch.

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Frühstück

Und dann sind wir einfach so gelandet.

Die einen landen, die anderen starten...

Die einen landen, die anderen starten…

 

Fazit: Der Sitz ist beim Produkt von American Airlines um Längen besser, und wäre bei Tagflügen immer meine erste Wahl. Für den Nachtflug war BA aber durchaus ok, außerdem war das Essen lecker und die Lounges in Los Angeles sowieso.

Welches Produkt bevorzugen Sie??

 

 

One comment

  • Gut beschrieben „Verschachtelung“ der Sitze. Es ist schon komisch, sich in seinen „Fensterbereich“ hineinzudrücken. Auch die runterklappbare Fußstütze ist eine Sache für sich. Es sieht so aus, daß die Engländer alles „anders“ wegen dem „anders“ machen wollten. Bequem, übersichtlicht, modern – das ist sicher nicht BA.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.